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Michael Light 100 Sonnen ein Fotoband dokumentiert die Atombombentests

Die Ästhetik der Bombe: „100 Sonnen“ von Michael Light

16. 08. 2011

in Foto Magazin, Fotografen, Fotografie, Fotoliteratur

Michael Light - Picture Nr 4 (100 Suns)
Dass ein Fotoband, der bereits 2003 erschien, immer noch eine Empfehlung wert sein kann, beweisen die beim Knesbeck-Verlag veröffentlichten „100 Sonnen“ des US-amerikanischen Fotografen Michael Light, der hier die Geschichte der oberirdischen Atombombentests mit vorher unveröffentlichten Aufnahmen aus den Archiven des US-Militärs und der US-Behörden veranschaulicht und dokumentiert. Auf den Fotos präsentiert Light, dessen Arbeiten u. a. im Museum of Modern Art in San Francisco ausgestellt werden, die Explosionen der ersten Nuklearwaffen beinahe kommentarlos, nur ergänzt mit Angaben zu Name, Sprengraft der Bombe sowie Ort und Zeitpunkt ihrer Zündung.

Michael Light, der durch die digitale Aufbereitung der NASA-Bilder der Mondlandung für seinen Fotoband „Full Moon“ bekannt wurde, demonstriert in „100 Sonnen“ einmal mehr, welche Schätze der Fotografie-Geschichte in den Archiven der US-Behörden schlummern. Die Bilder aus den Beständen des Los Alamos National Laboratory, der US National Archives in Maryland und der Look Out Mountain Air Force Station in Hollywood zeigen die furchterregendsten Waffen der Menschheitsgeschichte im Moment der Detonation. Die – meist aus dem Flugzeug fotografierten – 100 Aufnahmen der glühenden Feuerbälle, die den Himmel bis zum Horizont erleuchten, und der gigantischen Pilzwolken, die teils in Farbe und teils in Schwarz Weiß im Format von etwa 35 x 28 cm auf einer schwarzen Doppelseite abgebildet sind, erlauben aus der Distanz die vernichtende Gewalt der Explosionen als ästhetisches Ereignis wahrzunehmen. Diese Perspektive, die von Lights minimalistischem Kommentar noch verstärkt wird, trug dem Fotografen (dem allerdings die Einrichtung eines ausführlichen Anhangs zu Gute gehalten werden muss) den Vorwurf

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ein, er leiste mit dieser Darstellung der Verklärung des Grauens als Erhabenem Vorschub. Wie interessant die Diskussion um die Frage, ob denn das Böse als Ästhetisches dargestellt werden dürfe, auch immer sein mag, so ist dennoch die Faszination der von Light zusammengetragenen Fotos, ihre beklemmende Schönheit schwerlich zu leugnen! Die ästhetische Perspektive wird auch innerhalb der Bildserien, die von Light selbst chronologisch und darüber hinaus nur in zwei Kapitel („Wüste“ und „Ozean“) geordnet werden, spätestens dann gebrochen, wenn auf den Fotos amerikanische Soldaten zu sehen sind, die die Explosion aus gefährlicher Nähe beobachten, teils ängstlich und teils beinahe übermütig.

Alleine die kontroversen Diskussionen, welche die Erscheinung dieses Bildbandes nach sich zog, könnten allerdings ebenso gut als Hinweis auf dessen ungebrochene Aktualität verstanden werden: Solange es Atomwaffen gibt, können die von Michael Light veröffentlichten Fotografien zeitgeschichtliche Bedeutung für sich in Anspruch nehmen. Darüber hinaus zeichnet sich der Fotoband auch durch seine gute Verarbeitung und die hohe Qualität der Abbildungen aus.

Bildquellen

Michael Light: „Picture Number 4”, http://starsbestpics.com/Michael-Light4.jpg.html, 25.03.2013

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