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Ansel Adams: „400 Photographs“ beim Verlag Little, Brown & Company

Ansel Adams: „400 Photographs“

15. 09. 2011

in Foto Magazin, Fotografen, Fotografie, Fotoliteratur

Ansel Adams: Yosemite Nationalpark

flickr @Cea

Wer noch keine Gelegenheit hatte, das Werk eines der berühmtesten Landschaftsfotografen der Fotografie-Geschichte kennen zu lernen, kann dies nun mit dem Fotoband „400 Photographs“ von Ansel Adams (1902 – 1984) in Angriff nehmen. Dem US-Fotografen, der einer der Gründer der Group f/64 war und der zahlreiche Lehrbücher zur Technik und Praxis der Schwarz-Weiß Bildentwicklung verfasste, gelang es wie kaum einem anderen durch seine streng komponierten Aufnahmen eindrucksvoller Natur- und Landschafts-Szenerien der Nationalparks des amerikanischen Westens, insbesondere des Yosemite-Nationalparks, der Fotografie als Medium der bildenden Künste Anerkennung zu verschaffen. Adams verfolgte mit seinen Bildern allerdings nicht allein den Zweck zeitlos erhabene Aufnahmen der Naturreservate zu schaffen, sondern er setzte sich auch ein Leben lang für deren Schutz und Erhaltung ein.

Adams wuchs in einem von seinen Eltern selbst erbauten Haus in den Dünen außerhalb San Franciscos auf; dies sowie die zahlreichen Ausflüge in verschiedene Nationalparks erklären vielleicht die Begeisterung und das fast mystische Verhältnis, die Adams der Natur entgegenbrachte. Seit er mit 14 seine erste Kamera bekam, versuchte Adams diese Eindrücke auch im Bild festzuhalten, jedoch verstand er sich lange Jahre, obwohl er in einem Entwicklungslabor als Assistent gearbeitet hatte, um das Handwerk der Fotografie zu erlernen, nur als Amateurfotograf und strebte eine Karriere als Konzertpianist an. Erst 1930, als Adams einen Bildband mit Aufnahmen des Anasazi-Indianersiedlung „Taos Pueblo“ in der Wüste New Mexicos veröffentlichte, entschied er sich völlig für den Beruf des Fotografen. Adams betonte jedoch den Einfluss der musikalischen Ausbildung, z. B. als er erklärte, er verstehe das Negativ als die „Partitur“ der fertigen Fotografie. Die Bemerkung gibt auch Aufschluss, über die Bedeutung, die Adams der Entwicklung seiner Fotografien beimaß, so veranlasste er z. B., dass sein Haus, das er Anfang der 60er Jahre in Carmel bauen ließ, im Zentrum mit einer Dunkelkammer ausgestattet wurde, die von jedem Teil des Gebäudes zugänglich war; er entwickelte aber auch gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Fred Archer das Zonensystem, mit dessen Hilfe sichergestellt werden soll, dass der Abzug des Negativs den Kontrastumfang des Motivs möglichst realistisch wiedergibt. Adams erläuterte seine fotografischen Methoden und Techniken darüber hinaus in zahlreichen Publikationen und war auch Hochschuldozent für Fotografie sowie als Veranstalter zahlreicher Workshops tätig. Um das Engagement des Fotografen für die Popularisierung und den Erhalt der US-Nationalparks zu würdigen, wurde nach seinem Tod 1984 ein Naturschutzgebiet in der Sierra Nevada, ehemals bekannt als „Minarets Wilderness“ in „Ansel Adams Wilderness“ umbenannt.

The Tetons and the Snake by Ansel Adams (1942)

flickr @Pearlmatic

Der Fotoband „400 Photographs“, veröffentlicht 2007 bei Little, Brown & Company und heraugegeben von Andrea G. Stillman, einer Schülerin und Freundin von Ansel Adams, ist für 20,95€ bei amazon.de bestellbar und enthält in chronologischer Ordnung neben den berühmtesten Bildern des Fotografen aus den 40er bis 60er Jahren auch zahlreiche Aufnahmen, die selten zu sehen sind, bspw. die frühen Arbeiten, die um 1920 entstanden. Ergänzt werden die Fotografien mit Informationen zu der Technik und dem Kontext ihrer Entstehung in englischer Sprache.

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