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NEU: Klaus Pichler Bildband Gefängnistätowierungen – Fürs Leben gezeichnet!

Gefängnistätowierungen von Klaus Pichler

08. 09. 2011

in Foto Magazin, Fotografen, Fotografie, Fotoliteratur

Gezeichnet fürs Leben - Klaus Pichler Bildband Die in den Hintergrund der Gesellschaft gerückten Gefängnistätowierungen sind ein Stück Volkskultur. Ein besonderer Bildband widmet

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sich dieser Art des Körperschmucks der Häftlinge. Der österreichische Fotograf Klaus Pichler hat 8 Jahre für den Bildband recherchiert. Dabei begab er sich auf die Suche nach Ex-Häftlingen und ihren Tätowierungen. Dabei hat er nicht nur ihren Körperschmuck fotografiert, sondern auch ihre Geschichten dazu aufgeschrieben. Insgesamt hat er 150 Menschen besucht. Darunter waren gerade mal zwei Frauen. Am Ende entstand eine beeindruckende Dokumentation eines gesellschaftlichen Rituals, dass auf diese Weise mehr geduldet als akzeptiert wird. Im Oktober erscheint der Bildband. Auf 184 Seiten ist eine Auswahl an interessanter Bilder mit ihren spannenden Geschichten zu sehen.


Unter anderem ist eine über und über tätowierte Hand zu sehen. Diese gehört Gerhard Eusebio. Seine ersten Tattoo hat er sich im Alter von 13 Jahren stechen lassen. Heute ist er 42 Jahre und von Kopf bis Fuß tätowiert. Wie viele genau seinen Körper zieren weiß er nicht genau. Schätzungsweise sind es zwischen sechzig und achtzig, gibt Eusebio an. Damals waren Tattoos verpönt. Getragen wurden sie nur von Randgruppen, Außenseitern und Kriminellen. Über die Jahre hat er seinen Körperschmuck erweitert. Alles ist dabei vom Frosch am Hals sowie einem Donald Duck Kopf an der linken Außenkante seines Fußes. Drei Jahre saß Eusebio wegen Drogendelikten im Gefängnis. Auf die Frage, wie die Tattoos im Gefängnis entstanden ist, gibt er zu, dass er sich das Stechen selbst beigebracht hat. Mit selbstgebastelten Geräten aus Streichhölzern, Nähnadeln und Tinte hat er sich die Körperverzierungen selbst gestochen. Man durfte sich natürlich nicht erwischen lassen. Wer erwischt wurde, kam in Einzelhaft in den Keller. Als Bezahlung beim gegenseitigen Stechen gab es selten Geld. Bezahlt wurde meistens mit Tabak oder Kaffee, so berichtet er von damals.

Entwicklung der Gefängnistätowierungen

Klaus Pichler Gezeichnet fürs Leben In all den Jahren hat der Strafvollzug natürlich versucht diese Praxis zu unterbinden. Die Gründe dafür unterscheiden sich zwischen früher und heute. Vor einigen Jahren versuchte man noch zu vermeiden, dass ein Sträfling es schafft durch diese Körperdokumentationen der Gesellschaft sein Desinteresse an den herrschenden Wertvorstellungen zum Ausdruck zu bringen. Heute ist dies nicht so einfach, denn Tätowierungen haben einen gesellschaftlichen Stellenwert erhalten. Sie sind ein Modetrend. Früher galten sie als Strafe und Stigmatisierung bestimmter Personengruppen, doch nun ist ein Ausdruck der Zugehörigkeit von Tätowierungen erkennbar. Die Begründung für ein Verbot in der Haft wird auf der Gesundheitsebene ausgefochten. Es bestehe ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, so das Justizministerium. Dennoch sind die Körperverzierungen ein fester Bestandteil des Alltags im Gefängnis. Sein Höhepunkt ist jedoch vorbei, seitdem Tätowierungen im Modetrend der Gesellschaft angekommen sind.

Weitere Informationen zu » Klaus Pichler

Informationen zum Bildband

Klaus Pichler Buch Tattoo Klaus Pichler: Fürs Leben gezeichnet
Gefängnistätowierungen und ihre Träger
Fotohof, Salzburg 2011; 184 S., 29,00 €

Bildquellen:
[Alle Bilder von: © Klaus Pichler]

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