Tipps für die Natur- und Tierfotografie

30. 08. 2011

in Foto Magazin, Fotografie

Tipps für die Natur- und Tierfotografie Natur- und Tierfotografie ist nicht nur etwas für Safari-Urlauber und Weltreisende. Auch direkt vor der Haustüre oder im eigenen Umfeld lassen sich mit einigen Tricks und Kniffen hervorragende Fotos schießen. Es gibt Millionen von Tierhaltern, und welcher von ihnen hat nicht mindestens ein bis zwei Fotos seines Lieblings in der Tasche? Nachfolgend einige Tipps, wie man bei der Pflanzen- und Tierfotografie optimale Ergebnisse erzielt.


Haustiere:
Bilder von Tieren wie Hund oder Katze entfalten eine natürlichere Wirkung, wenn auf gleicher Ebene fotografiert wird. D.h. man sollte sich so weit es geht auf die gleiche Höhe des zu fotografierenden Tieres bringen. Bei der Kamera wählt man je nach Modell im Menü das Motiv Sport/Tiere/Motion. Tiere sind fast ständig in Bewegung, selbst wenn es nur die hechelnde Zunge ist, wenn zum Beispiel der zu fotografierende Hund in Sitz- oder Platzposition verweilt. Generell gilt: Wenn möglich ohne Blitz fotografieren. Die meisten Tiere erschrecken sich vor dem grellen Lichtblitz, und aufgrund der empfindlichen Augen wird in den häufigsten Fällen das Blitzlicht sehr stark reflektiert. Diese Regel trifft bei Detail- und Makrofotografie natürlich nicht zu.

Tiere und Pflanzen im Detail:
Wer sich einen Baum oder einen Busch schon mal näher angesehen hat, weiß, welche wunderbaren Fotomotive sich hier für die Detailfotografie ergeben. Ob hier ein Blatt mit seinen Blattadern, die Baumrinde oder die strahlende Blüte in den Sucher rückt ist fast schon nebensächlich – Bilder im Makrobereich sind immer interessant. Auf dem meisten Kameras ist der Makro Modus mit einer Blume gekennzeichnet. Für Fotos im Detailbereich ist der Einsatz des Blitzes auf alle Fälle anzuraten. In Manchen Situationen kann auch ein Taschen- oder Schminkspiegel das Sonnenlicht auf das Objekt der Fotografenbegierde lenken.

Tiere in heimischer Fauna:
In unseren Regionen gibt es nicht wirklich viele große Tierarten, die man ohne weiteres vor die Linse bekommt. Zum größten Teil handelt es sich um Rot- oder Schwarzwild, Füchse, Dachse, Marder sowie Steinböcke oder Gämse in den Alpenregionen. Alle haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind vorwiegend in der Dämmerung oder bei Nacht aktiv und extrem scheu. Für die Dämmerung empfiehlt sich ein möglichst hoher ISO Wert. Um Tiere in ihrer natürlichen freien Umgebung zu fotografieren benötigt man aber nicht nur hohe ISO Werte und ein Teleobjektiv, sondern auch eine Menge Geduld, Erfahrung und Ortskenntnisse darüber , wo man die Tiere antrifft. Der Revierförster ist eine gute Anlaufstation für Informationen über die heimische Tierwelt. Man sollte 1-2 Stunden vor der Dämmerung vor Ort sein, um sich in Stellung zu bringen und in absoluter Ruhe auf sein Glück hoffen. Wenn es möglich und erlaubt ist, dann sollte man versuchen aus dem Auto heraus zu fotografieren. Tiere ignorieren ein stehendes Fahrzeug schneller als einen Menschen, den sie gewittert haben.

Tieraufnahmen im Zoo oder im Safaripark:
In einem Zoo ist es nicht immer leicht, ein gutes Bild zu schießen. Rohre, Zäune, Gitter, Maschen und Beton sind “Störenfriede” auf jeder Tierfotografie. Auch hier erzielt man wunderbare Ergebnisse, wenn man sich die Detailfotografie zu Nutzen macht. Wenn man mit einem Teleobjektiv das aufgerissene Maul eines Flußpferdes, das Auge eines Tigers oder den Ausschnitt eines Leopardenfells ablichtet, wird das eigentliche Motiv nicht durch störende, unnatürlich wirkende Dinge beeinträchtigt. Tiere, die sich hinter Glas befinden sollten auch grundsätzlich ohne Blitz fotografiert werden. Zum einen trifft auch hier zu, dass sich die meisten Tierarten bei Blitzlicht erschrecken und es in einigen Zoos ohnehin grundsätzlich untersagt ist, mit Blitz zu fotografieren. Zum anderen, da eine Glasscheibe, je nach Winkel, immer den Blitz reflektiert. Die bessere Lösung ist ,das Objektiv wenn möglich direkt auf die Scheibe aufzusetzen und ohne Blitz zu fotografieren. Gleiches gilt für Fotos auf einem Glasbodenboot. In vielen Urlaubsregionen am Meer werden Fahrten mit solchen Booten angeboten um einen Einblick in die Unterwasserwelt der Region zu bekommen. Hier erreicht man ebenfalls die beste Bildqualität, wenn das Objektiv direkt auf den Glasboden aufgesetzt und ohne Zusatzblitz fotografiert wird.

Wenn man diese kleinen Grundregeln befolgt, dann wird es bei der nächsten Fotovorführung der eigenen Natur- oder Tierbilder sicher nicht langweilig.

[Bild: Peter Bebermeier]

VN:F [1.9.20_1166]
Ihre Stimme zu dieser Seite:
Rating: 4.0/5 (5 votes cast)
Tipps für die Natur- und Tierfotografie, 4.0 von 5 aus 5 Bewertungen

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment